Ergebnisse

Auf dieser Seite finden Sie die Dokumentation zum Workshop Medieninformatik auf der Mensch und Computer 2018.

Parallel zur Ergebniss-Vorstellung des AK Curriculums und den vier Impulsvortägen (die Vortragsfolien folgen) wurden in einer Ideensammlung 12 Themen identifziert, die für die Anwesenden relevant waren:

  1. Wieviel Mathe-Anteile braucht ein MI-Studium? Wieviel Mathe mit direktem Medienbezug?
  2. Wieviel IT & Gesellschaft?
  3. Verhältnis Wahl/Pflicht?
  4. „Wegkaufen“ von Studierenden
  5. Verhältnis von Vorlesungen zu Projekten
  6. Anpassung an aktuelle Technologien, bspw. Deep Learning

  1. Wissenschaftliches Arbeiten im Bachelor
  2. Umgang mit Praxisprojekten und Praxissemestern
  3. Welche Fächerübergreifende Schlüsselkompetenzen?
  4. vorgeschlagendes Säulenmodell sinnvoll?
  5. Wurde genug gestrichen?
  6. Wie umgehen mit komplexen Themen, die schwer vermittelbar sind?

Diskussion im Plenum

Aus dieser Sammlung wurden die Themen 1, 5, sowie 6 in Verbindung mit 12 als wichtig eingeschätzt und im Plenum diskutiert. Folgendend finden Sie einige Diskussionspunkte.

6/12: Aktuelle Technologien

  • Problem: Anpassung des Curriculums an aktuelle Entwicklungen (z.B. Deep Learning) sowie komplexe Themen (Agile, Lean UX) schwer vermittelbar
  • im Curriculum Platz schaffen für neue Technologien
  • das Oberseminar als altes Modell reaktivieren
  • aktuelle Themen der Informatik als Dummy-Fach
    • kann als ausgebaut werden mit zusätzlichen WPF „Aktuelle Themen“
  • wichtig ist, dass die (z.B. mathematischen) Grundlagen für diese aktuellen Themen (on demand) bereitgestellt werden können

1: Wie viel Mathie ist notwendig

  • Mathe 1 (eventuell auch Mathe 2) ist Schulstoff
  • die Medieninformatik benötigt potentiell viel Mathe
    • aber auch sehr verschiedene, je nach Färbung
  • Grundsatz: Mathematik nicht auf Vorrat und ohne Bezug vermitteln sondern mit den Anwendungsbezügen kapseln und on demand dann präsentieren, wenn benötigt und motivierbar, also in den passenden Lehrveranstaltungen
  • die benötigten Kompetenzen sind klar, es stellt sich aber die Frage, wie die Vermittlung noch in die Lehrveranstaltungen integriert werden kann
  • ein mögliches Modell: Mathe 1, wie bisher als Wdh. des Schulstoffs, dann Mathe 2 als eine Art Sneak Preview, um zu motivieren, welche Art von Mathe in welchen medieninformatischen Vertiefungen benötigt wird. Und zwar als Motivation, warum man das braucht und um abschätzen zu können, ob einem die Mathe liegt, die man für eine bestimmte Spezialisierung benötigt.
  • es wurde im Bereich der benötigten Mathe kein Unterschied zwischen Uni, TH, FH gesehen
  • das Ganze soll – wie in der GI-Empfehlung zur Informatik – kompetenzorientiert und ohne bindende LV-Bezeichnungen und ECTS-Angaben formuliert werden. Das oben genannte Schulmathe-Wdh./Sneak-Preview/On-Demand-Modell soll als eine mögliche Idee skizziert werden, dabei den kreativen Spielraum herausstellen
    • Mathe 1 zum Abholen
    • Mathe 2 als Sneak Preview
    • weitere Mathe in den Anwendungsfächern gekapselt

5: Verhältnis Vorlesungen zu Projekten

  • Projekte sind i.d.R bei den Studierenden beliebt
    • Einschränkung: gemeinsame Note ist (wg. der Gefahr der Trittbrettfahrer*innen) bei Studierenden eher unbeliebt
  • für Lehrende oft schwierig, weil Prüfung vergleichsweise aufwendig
  • best practices:
    • jede(r) Studierende(r) muss als Teil der gemeinsamen/individuellen? Ausarbeitung formulieren was der eigene Beitrag zum Projekt war. Die übrigen Projektmitarbeiter müssen dies abzeichnen
    • Showtime am Ende des Semesters: alle Kollegen schauen drauf. Das Ganze ist zweigeteilt:
      • Projekt-Mania: 5 Minuten-Präsentationen vor allen
      • Messestände: 15-Min.-Demos für die Gutachter, die die Demo abnehmen

Erfahrungsaustausch

Wissenschaftliche Vertiefung

  • Idee: Möglichkeit Wissenschaftliches Arbeiten vor der Bachelorarbeit zu lernen und die Bachelorarbeit zeitlich zu entlasten
  • ,an sucht sich, wie bei der Bachelorarbeit einen Prof.
  • zeitlich asynchron, wie bei der Bachelorarbeit
  • Einarbeiten in den state of the art eines  Themas und 15 Seiten dazu schreiben; LV mit 10 CP Umfang?
  • kann in der Bachelorarbeit referenziert werden

Wissenschaftliches Arbeiten am konkreten Beispiel

  • Studierende müssen ein Paper analysieren und dann ein Paper zum Paper schreiben
  • Papers werden von anderen Studierenden – ge-reviewed (nicht die vollen Papers sondern nur ein Extended Abstract)
  • am Semesterende werden Vorträge (ähnlich wie auf einer Konferenz) gehalten

VL/Übung als Lehr-/Lernform überholt?

  • wurde aus Zeitgründen nicht mehr diskutiert
  • Inverse Classroom als Alternative?
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